SA, 19:00 Uhr
YOUKALI
Klavierabend
Martin Klein
Frederic Chopin: Ballade Nr. 1 g-moll Op. 23
Ballade Nr. 2 a-moll Op. 38
Ballade Nr. 3 As-Dur Op. 47
Ballade Nr. 4 f-moll Op. 53
Franz Lszt: Ballade Nr. 1 Des-Dur
Ballade Nr. 2 h-moll
Am exzellenten Bösendorfer Konzertflügel im YOUKALI!
Ein Ausflug ins romantische Hochgebirge: Die Klavierballaden von Frederic Chopin und Franz Liszt
Sie sind ohne Zweifel ein Gipfel der romantischen Klaviermusik: Die vier Balladen von Frederic Chopin und die zwei Balladen von Franz Liszt. Chopin war es, der erstmals die literarische Form der Ballade in die Musik übertrug. Seine vier Klavierballaden wurden in der Romantik zum Vorbild für die Klaviergattung der Ballade. Liszt, Brahms, Grieg und andere Komponisten dieser Epoche ließen sich von Chopin inspirieren, eigene Klavierballaden zu komponieren.
Chopins Balladen bezaubern durch ihre einfachen romantisch-schlichten Haupt - und Nebenthemen. In vielfältigen Variationen sind sie durch virtuose Passagen verbunden, die in immer neue Wechsel emotionaler Zustände führen. Chopins Balladen sind weniger musikalische Schilderungen literarischer Texte als vielmehr die subjektive Darstellung ineinander übergehender, sehr unterschiedlicher und miteinander ringender Gefühlszustände.
Während Chopin sich von den romantischen "Balladen und Romanzen" des Dichters Adam Mickiewicz inspirieren ließ, sind für die beiden Balladen von Franz Liszt keine literarischen Vorlagen bekannt. Gleichwohl lassen sich seine Balladen, insbesondere die zweite in h-moll viel eher als musikalische Schilderungen literarischer Erzählungen deuten. Nach Berichten von Liszts Schülern soll sich die zweite Ballade auf den altgriechischen Mythos von Hero und Leander beziehen, was sich mit etwas Phantasie gut in der Musik nachvollziehen lässt. Wie Chopin, so verbindet Liszt in seinen Balladen höchste Virtuosität mit volkstümlich anmutenden musikalischen Themen, die in kunstvollen Variationen auf abenteuerliche Reisen geschickt werden. Pure Romantik!
MARTIN KLEIN
ist Pianist und Leiter der Musikschule in Kaufbeuren in Bayern. Als Musikmanager etablierte er dort internationale Meisterkurse und Jazzmeetings. Neben der Beschäftigung mit der neuen Musik liegt der Schwerpunkt seiner pianistischen Arbeit in der Kammermusik mit häufigen Konzerten u.a. mit Musikern des Orchestra oft the Age of Enlightenment. Sein Repertoire umfasst Bachs Klavierwerk, die Sonaten der Klassiker, sowie ausgewählte Werke der Romantik, insbesondere von Komponistinnen dieser Epoche wie Clara Schumann, Fanny Hensel, Melanie Bonis und anderen. Die Klavierwerke von Chopin und Liszt sind seit den Kindheitstagen lebenslange Begleiter.